Der Salat will im Wind wehen

Zwei junge Frauen pflanzen Salat und Zucchinipflanzen in einem Beet ein.

© AELF Kempten

Gartensaison in der Fachschule für Ernährung und Haushaltsführung – Studierende geben Tipps fürs Gemüsebeet

Eine gut geführte Küche braucht Kenntnisse über die Lebensmittel. Deshalb ist auch die Gartenarbeit fester Bestandteil der Ausbildung an der Fachschule für Ernährung und Haushaltsführung am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten. Die Studierenden der Teilzeitschulen Hauswirtschaft Kempten und Immenstadt pflegen den schuleigenen Garten selbst. Passend zum Tag des frischen Gemüses am Sonntag haben sie sich diesmal im Unterrichtsfach Garten und Natur mit dem Thema Gemüseanbau nach den Eisheiligen beschäftigt.

Nach einem theoretischen Input von Fachlehrerin Tamara Briegel zu den wärmeliebenden Gemüsekulturen ging es für den Praxisteil in den Schulgarten. Auf dem Plan standen laufende Arbeiten nach dem Gartentagebuch der Studierenden: Salat nachpflanzen, Bohnen legen, Gurken, Tomaten und Paprika pflanzen, den Kartoffelacker und die Erdbeeren in Stroh betten.
„Uns ist es ein wichtiges Anliegen, den Studierenden Wissen zum Gemüsebau mit an die Hand zu geben. Nur so können sie auch den Wert und die Qualität des Gemüses, das sie verarbeiten, einschätzen und anderen vermitteln“, so Dr. Elisabeth Bischofberger, Leiterin der Hauswirtschaftsschule Kempten. Auch das jetzt angebaute Gemüse werden die Schülerinnen selbst ernten und im Rahmen ihres Unterrichts vom Garten auf den Teller bringen.

Garten-Tipps aus dem Unterricht:

Annika OberhoferZoombild vorhanden

© AELF Kempten

Annika Oberhofer, Studierende an der Teilzeitschule Immenstadt:
„Bohnen brauchen eine Rankhilfe. Wir haben einfach aus drei Stangen ein keines Tipi gebaut und um jede Stange vier bis sechs Bohnen in Tellersaat ausgelegt. Bohnen können auch im Juni oder Juli noch gelegt werden.“
Eine junge Frau mit Gartenhandschuhen kniet neben einem Beet und lächelt in die Kamera.Zoombild vorhanden

© AELF Kempten

Maria Baldauf, Studierende an der Teilzeitschule Immenstadt:
Schon jetzt sollte man an den Winterlauch denken! Die bleistiftdicken Pflänzchen können jetzt in die Erde, mit hauswirtschaftlichen Kenntnissen gelingt das besonders rationell: „Wir haben gelernt, beim Lauch Pflanzen eine Tiefe Furche zu ziehen, die Pflänzchen hineinzulegen im richtigen Pflanzabstand von etwa zehn Zentimetern und dann mit Wasser einzuschwemmen. Fertig.“
Tamara Briegel, Fachlehrerin an der Hauswirtschaftsschule Kempten:
„Es gibt sprachliche Bilder, die helfen, den Pflanzen die passende Umgebung zu schaffen. Salat will im Winde wehen, er wird hoch gepflanzt, damit er nicht von unten her fault. Bohnen werden nur zwei bis drei Zentimeter tief in die Erde gelegt, denn Sie wollen die Glocken noch läuten hören. Und Tomaten mögen es gut gebettet. Deshalb wird das Pflanzloch am besten mit Schafwollpelltes, Pferdemist oder Silage gepolstert.“